Kilian Kretschmer | Text

Kili­an Kret­sch­mer greift in sei­nen Arbei­ten Fra­gen nach dem Wirk­lich­keits­be­zug der Gegen­stän­de und ihrem Ver­hält­nis zu den Gesetz­mäßg­kei­ten der Wahr­neh­mung auf, die in der Phi­lo­so­phie aus­ge­hend von Pla­tons Höh­len­gleich­nis über Kants Tran­szen­den­tal­phi­lo­so­phie bis hin zum Kon­stuk­ti­vis­mus eines der zen­tra­len, wenn auch unge­lö­sten Pro­ble­me dar­stel­len. Die­se Pro­ble­ma­tik, an der sich Gene­ra­tio­nen von Phi­lo­so­phen und auch Künst­ler abge­ar­bei­tet haben, steht jedoch in der aktu­el­len Situa­ti­on in der media­le Wirk­lich­keits­pro­duk­tio­nen auf den Weg gebracht wer­den, die die Bild­flä­che ver­las­sen und den drei­di­men­sio­na­len Raum erobern, unter einem neu­en Licht. Vor dem Hin­ter­grund der Tat­sa­che, dass durch die Opti­mie­rung von Repro­duk­ti­ons­pro­zes­sen Abbild und Vor­la­ge in naher Zukunft unter Umstän­den nicht mehr unter­scheid­bar sind, war­tet die­se Pro­ble­ma­tik erneut auf Bear­bei­tung.